
Jetzt ist
es mal wieder soweit,
hatte der Grafikchip Hersteller ATi
im Frühjahr seine Radeon X800 Pro,
X800 XT und X800 XT PE Grafikchips vorgestellt,
so folgen nun die überarbeiteten
Upgradechips dieser Serie. ATi hat am
1. Dezember 2004 seine neuen Chips der
Öffentlichkeit vorgestellt. Es
handelt sich dabei um 3 Chips der X850
Reihe die auf dem R480 Core basieren
und ein neuer X800 XL Grafikchip der
die Codebezeichnung R430 erhalten hat
und die Vorgänger ersetzen sollen.
Bei den
Radeon X850 Modellen hat sich an der
eigentlichen Chiparchitektur nichts
geändert, anscheinend hat ATi die
Chiptausbeute pro Wafer gut verbessert,
so dass man jetzt mit einem höher
getaktetem VPU in das High End Segment
zurück kehrt um dem Erzrivalen
nVIDIA im Singleprozessor Endkundenmarkt
Paroli bieten zu können. Das Spitzenmodell
Radeon X850 XT PE wird mit 540 MHz VPU
und 590 MHz Speichertakt betrieben.
ATi verwendet bei allen Modellen der
X850 wie auch der X800 XL Serie GDDR3
Speicher, der je nach verbauten Chiptyp
mit 1,6-2,0 ns Zugriffszeit verfügt.

Alle 3DChips
diese neuen Reihe verfügen über
DirectX 9 Support mit Pixel- und Vertex
Shader der Version 2.0b. Wie schon oben
erwähnt hat sich an der Chiparchtitektur
nichts geändert, die Transistoranzahl
ist wie beim Vorgängerchip mit
160 Mill. angegeben und das Herstellungsverfahren
basiert weiterhin auf dem 0,13 Micron
Fertigungsverfahren. Wer also wissen
will über welche 3D Features diese
Chips verfügen, der wird bei den
Informationen
zu den ATi Radeon X800 Chips fündig.
Wie gesagt
waren es drei neue Chiptypen, kommen
wir nun zu den zwei kleineren Brüdern
Radeon X850 XT und Radeon X850 Pro.
Die Version X850 XT ist mit 520 MHz
Chiptakt und 540 MHz DDR Speichertakt
versehen und hat bis auf die niedrigeren
Speichertakt von 20 MHz exakt die gleichen
Spezifikationen wie der Radeon X800
XT PE. Beim Radeon X850 Pro handelt
es sich um den kleinsten Vertreter der
X850er Serie der ebenfalls mit 520 MHz
VPU- und 540 MHz Speichertakt arbeitet,
aber mit einem abgeschalteten Pixelpipeline
Quad leben muß. Ein Quad beinhaltet
4 Pixelpipelines, somit verfügt
die Pro Variante nur über 12 Pixelpipelines
und dürfte in der Performance ein
minimales Stück zurück hinter
seinen 16 Pixelpipeline Brüdern
zurück liegen. Alle Chips verfügen
über ein 256 bitiges Speicherinterface.

Was auf
jeden Fall auf den roten Platinen gleich
auffällt, ist die neue Dualslotblende
mit dem VGA Bombast Kühlkörper
der einem aufgrund des wuchtigen mindestens
60 mm großen Radiallüfters
stark an die nVIDIA GeForce FX 5800
Serie erinnert. Das System funktioniert
ähnlich dem Arctic Cooling VGA Silencer
4 Kühler, nur dass wir davon ausgehen
(Wir haben sie ja noch nicht in den
Händen.), dass die kalte Luft bei
dieser Konstruktion von außen
angesogen wird, über die Kupferkühlrippen
unter denen GPU und Speicher liegen
erhitzt wird und dann in einem Kreislauf
auf direktem Weg das Gehäuse des
PCs an der Rückseite wieder verlässt.
Die Grafiikkarten sollen nicht so laut
sein, wie so manche englische Hardware
Seite vermeldet, doch wir machen uns
ein Bild davon wenn wir ein Testsampel
bekommen.
Kommen
wir nun zu dem neuen Radeon X800 XL
Grafikchip der die Radeon X800 SE Chips
beerben wird, er basiert auf dem R430
Core, verfügt über 16 PixelPipelines
und ist im neuen 0,11 Micron Verfahren
hergestellt. Im Gegensatz zum Radeon
X800 SE Grafikchip verfügt dieser
über volle 16 PixelPipelines, 6
Vertexshader Einheiten, ist aber vom
Chiptakt her nur mit 400 MHz versehen
und hinkt somit um 140 MHz hinter dem
Spitzenmodell der X850er Reihe zurück.
Auch diese Grafikkarten bekommen GDDR3
Speicher der bei 490 MHz taktet und
mit einem 256 Bit Interface versehen
ist. Es soll noch ein X800 Grafikchip
geben dass nur über 12 PixelPipelines
verfügt, allerdings wird dieses
Modell aller Wahrscheinlichkeit nach
mit DDRI Speicher ausgestattet. Auch
bei dieser Karte wird man wohl bei einem
256 Bit Interface bleiben.

Auch dieses Modell verfügt
über ein natives PCIe Interface
und ATi wird vielleicht mit einem Bridge
Chip AGP Kompatibilität herstellen.
Hoffen
wir mal dass die jetzt angekündigte
Winterkollektion auch tatsächlich
auch im Winter verfügbar sein wird
und nicht zu einem kleinem verkrüppelten
Herbstkind 2005 verkommt, denn das nicht
zur Verfügung stehen der High End
Karten aus dem Frühjahr 2004 hat
so manchen Kauffreudigen Kunden vergrätzt.
Doch zum Glück ging es der Konkurrenz
nicht anders, denn wie wir wissen, hatte
auch nVIDIA Probleme seine High End
Boliden auf den Markt zu bringen.